4.48 PSYCHOSE

Über die Veranstaltung

Veranstalter: Theater Ulm

von Sarah Kane 4.48 Uhr bezeichnet einen Moment der Klarheit, während der dunkelsten Stunde, kurz bevor die Sonne aufgeht. Einen Moment der Klarheit, der während einer depressiven Phase kurz Licht aufblitzen lässt. Einen Moment der Klarheit des psychotischen Geistes, der paradoxerweise für die Außenstehenden genau der Moment ist, in dem der Wahn am intensivsten spürbar ist. In Sarah Kanes 2000 posthum uraufgeführtem Stück kommen mehrere Stimmen zu Wort: verschiedene Splitter einer Person, die um ihr Selbst ringt, das dem Wahn anheimzufallen droht. Fast schon zärtlich blickt Kane auf diese Persönlichkeitsfragmente, die sich nicht mehr zu einem Ganzen zusammenfügen, aber sich dennoch existenziell nach Liebe, Ankommen und Einswerdung sehnen. Im Heyoka Theater spielen Menschen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten gemeinsam mit Profis und engagierten Laien aller Altersstufen. Grundvoraussetzung und Potential der Arbeit sind gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Vertrauen in jede einzelne Teilnehmerin und jeden einzelnen Teilnehmer: Als Ensemble werden die unterschiedlichsten Begabungen entdeckt und auf der Bühne zusammengeführt. Bereits zum 7. Mal findet diese Kooperation am Theater Ulm statt: ein Beispiel für praktizierte Inklusion. Premiere Dienstag, 26. Mai 2020, 19.30 Uhr, Podium Inszenierung Eva Ellerkamp

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