Dokumentarfotografie – Geschichte und Bedeutung

Über die Veranstaltung

Dokumentarfotografie ist keine feste Größe. Ob eine Fotografie ein Dokument oder eine dokumentarische Fotografie ist, wird durch ihre Verwendung bestimmt. Der Fotograf oder die Fotografin beziehen sich auf eine Wirklichkeit, die wir alle kennen, interpretieren diese Wirklichkeit aber zugleich mit ihren Bildern. Vor diesem Hintergrund wurde das Verhältnis Wirklichkeit und Bild diskutiert. Fragen nach dem Authentischen und der Wahrheit der Bilder kamen hinzu. Gerade die Differenz zwischen Fotografie und Wirklichkeit bietet aber auch Gelegenheit zur Interpretation. Projekte fotografischer Dokumentation finden in der Regel in einem sozialen Kontext statt, der bekannt sein sollte, um die Bilder interpretieren zu können. Die großen Dokumentationen der Geschichte sind die Arbeiten von Lewis W. Hine zur Kinderarbeit, das FSA Programm zur Migration in den USA und August Sander mit dem Versuch die gesellschaftliche Struktur der Weimarer Republik fotografisch sichtbar zu machen. Mit der Erfindung der Fotografie schien jedes Foto ein Dokument zu sein, da ihrem Entstehen ein chemisch-physikalischer Prozess zugrunde lag. Erst mit dem künstlerischen Anspruch der Fotografen hinsichtlich des neuen Mediums wurde diese Haltung relativiert. Professor Manfred Schmalriede (geb.1937 in Oldenburg) studierte Malerei, Fotografie, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie. Von 1971 bis 2002 war er Professor für Kunst- und Designtheorie an der Fachhochschule Pforzheim, Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft. Seit 2001 hat er einen Lehrauftrag an der Neuen Schule für Fotografie Berlin. Er ist Berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA). Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

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