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22. Januar 2020

Ulm feiert den Visionär und Erfinder Albrecht Ludwig Berblinger

Ulm feiert den Geburtstag von Albrecht Ludwig Berblinger! Am 24. Juni 2020 wäre er 250 Jahre alt: ein ebenso genialer wie risikofreudiger Erfinder aus Ulm. Besser bekannt als „Schneider von Ulm“ ging er mit seinem gescheiterten Flugversuch im Jahr 1811 in die Geschichte ein. 250 Jahre später kaum noch vorstellbar: Der Tüftler und Erfinder wurde damals verspottet und ausgegrenzt. Heute gilt er als historische Ikone der Innovation.

Im Rahmen des Jubiläums „Berblinger 2020“ von Mitte Mai bis Juli 2020 feiern wir nicht nur sein Wirken, sondern stellen auch die Themen Innovation, Erfindergeist und Mut in den Mittelpunkt stellen. Zahlreiche Veranstaltungen laden zum Mitfeiern ein:

Ausstellungsraum, Papierinstallation, Gang aus Papier mit menschlicher Figur

Das Jubiläum wird offiziell mit der Eröffnung zweier spannender Ausstellungen am 15. Mai 2020 eingeläutet. „Die Welt, ein Raum mit Flügeln“ – diesen schönen Titel trägt die Ausstellung im Stadthaus Ulm. Die beiden renommierten Bühnen- und Kostümbildner Timo Dentler und Okarina Peter werden ein großes begehbares Kunstwerk erschaffen, das den Besucherinnen und Besuchern die riesige Bandbreite an der Schnittstelle zwischen der Kraft der Fantasie und der Wissenschaft aufzeigt, so das Künstlerduo. Thematisiert werden nicht nur die Person Berblinger, sondern auch andere Innovatoren sowie die Geschichte und Gegenwart des Fliegens.

Die Ausstellung „Transhuman: Von der Prothetik zum Cyborg“ im Museum Ulm widmet sich als Ergänzung anderen Erfindungen des ideenreichen Schneiders von Ulm, den Prothesen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Ausstellung mit den Themen Imitation und Verbesserung des menschlichen Körpers, Wunschkörper und künstlichen Menschen.

Am besten jetzt schon im Kalender vormerken: das Multimedia-Event „Neue Ufer – Digital Wall“ vom 22. bis 24. Mai 2020. Zu dieser Veranstaltung wird die historische Stadtmauer entlang der Donau illuminiert und selbst zum Kunstwerk. Bis tief in die Nacht hinein wird die Stadtmauer von beiden Seiten der Donau als ein begehbares Gesamtkunstwerk zu erleben sein. Visuelle und akustische Effekte sowie ansprechende Inhalte, die sich mit Ulmer Innovationsthemen der Vergangenheit und Zukunft beschäftigen, machen die „digitale Stadtmauer“ zu einem unvergesslichen Erlebnis und absoluten Höhepunkt von Berblinger 2020, die es nicht zu verpassen gilt.

Mit „Vision Donauflug“ lenkt die Stadt Ulm die Aufmerksamkeit auf moderne Technologien in der Luftfahrt. Ein nahezu emissionsfreier Langstreckenflug entlang der Donau – vom Schwarzen Meer bis zur Quelle in Donaueschingen – ist das erklärte Ziel dieses Experiments. Gleich mehrere mit innovativen sowie umweltschonenden Antriebskräften versehene Flugzeuge machen sich hierfür auf den Weg. Die Ulmerinnen und Ulmer können den Fortschritt des Abenteuer auf den Social Media Kanälen der Stadt und im M25 (Münsterplatz 25) nachverfolgen.

Last, but not least, wird vom 26. Juni bis 12. Juli 2020 das ROXY Ulm mit dem Musical „Ich bin ein Berblinger gerockt.

Kurzum: Ulmerinnen und Ulmer feiern mit dem Jubiläum nicht nur Berblingers Geburtstag, sondern reflektieren und justieren gleichzeitig ihren Blick auf die Zukunft, der geprägt ist von gesellschaftlichen Veränderungen, visionärem Denken und von dem Wunsch nach einer offenen Stadtgesellschaft.

Das gesamte Jubiläumsprogramm findet ihr hier: www.berblinger.ulm.de

Berblingerfest, bunt beleuchtete Verkakufstände am Ufer der Donau

Die Stadt Ulm dankt ihren Partnern, die das Jubiläum erst ermöglichen:

Sparkasse Ulm, Baden-Württemberg Stiftung, Satis & Fy, Gold Ochsen, SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, Allgäu Airport Memmingen, Sparda-Bank Baden-Württemberg, Südwest Presse, SWR – Südwest Rundfunk, Flughafen Stuttgart, Radio 7, Projektentwicklungsgesellschaft Ulm, Neu-Ulmer Zeitung, Radio Donau3FM, Schwenk Zement, Kaufmann Lichtwerbung Ulm, Uzin Utz Group, Maritim Hotel Ulm und Hotel Goldenes Rad.

Übersicht über alle Sponsoren des Berblinger Jubiläums

© Bilder: Bild 1 – Timo Dentler, Bild 2 – Syda Productions, Bild 3 – Stadtarchiv Ulm

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